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Sauer macht nicht lustig

Nein, saure Mitmenschen sind wirklich kein Vergnügen. Vielleicht haben Sie sich auch schon gefragt, warum viele in unserer insgesamt wohlhabenden Gesellschaft so zum Säuerlichen tendieren? Und damit ist nicht nur die Stimmung gemeint, sondern ein gestörtes Säure-Basen-Gleichgewicht des Körpers.

Der Organismus braucht beides, Säuren und Basen, um ein ausgewogenes Milieu in Zellen, Geweben und Organen herstellen zu können. Zum einen verschieben Bewegungsarmut und negativer Stress wie Ärger im Beruf unser inneres Gleichgewicht nachhaltig in den sauren Bereich, aber auch Nahrungsmittel.

Vor allem Zucker, Fleisch und Kaffee haben die Lizenz zum Ansäuern. Frühe Folgen sind Sodbrennen und Magendrücken, späte Folgen können chronisch Entzündungen und Schmerzzustände sein, Herzbeschwerden und vorzeitige Alterungsprozesse.

Eine ausbalancierte Ernährung besteht aus ausgewogenen Anteilen von sauren und basischen Lebensmitteln. Die basischen Lebensmittel machen mindestens die doppelte Menge der sauren aus. Auf den Teller kommen also auf einen Teil saures Lebensmittel (Fleisch) mindestens zwei Teile basische Lebensmittel (Gemüse), gerne auch mehr. Die Zauberformel lautet „Sauer : basisch = 1:2PLUS“.

Klaus Heid, Arzt, Essen für Schlaue

Hier eine Auswahl:

BASISCH

Kartoffel
Blattgemüse (Salate, Mangold, Spinat …)
Wurzelgemüse (Karotten, Radieschen, Rettich, Rüben …)
Gemüsefrüchte: Gurke, Kürbis, Melone, Blumenkohl, Sellerie, Kichererbsen, Kohlrabi, Paprika, Knoblauch, Kastanien, Sojabohnen, Oliven
Reifes Obst
Gewürz- und Wildkräuter
Mineralwasser, milde Kräutertees, Schwarztee

SAUER

Fleisch, Fisch (am wenigsten Lachs), Weichtiere (Muscheln, Schnecken), Krustentiere
Käse, Quark, Ei
Hülsenfrüchte, Erdnüsse, Spargel, Rosenkohl, Artischocken
Senf, Essig Zucker, Süßigkeiten
Getreide (am wenigsten sauer sind Dinkel, Hirse, Mais, Haferflocken)
Margarine, gehärtete Fett und Öle
chemische Zusätze in Fertiggerichten
Saures, unreifes Obst
Kaffee, Alkohol

1:2PLUS kommt auf
den Teller

Eine ausbalancierte Ernährung besteht aus ausgewogenen Anteilen von sauren und basischen Lebensmitteln. Der Anteil der basischen Lebensmittel ist dabei mindestens doppelt so groß wie der der sauren, von den basischen darf es gerne mehr sein.
Die Formel lautet also
sauer : basisch = 1 : 2 PLUS.

Neutrale Lebensmittel sind naturbelassene Fette und Öle.