• Tipps, Tricks und ein Trainingsprogramm für die gesunde Ernährung
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Wir essen zu schwer und zu sauer:
LEICHT HAT NICHTS MIT LIGHT ZU TUN

Light-Lebensmittel können Sie sich sparen. Sie enthalten das teuerste Wasser der Welt. Zur Verdünnung. Denn nichts anderes bedeutet light: verwässerte Nahrungsmittel, denen das Fett entzogen und dafür viel Zucker und Salz zur Geschmacksverstärkung zugesetzt wurden.

Leicht essen geht anders: Fisch und Gemüse, im eigenen Saft gegart, ohne Geschmacksverstärker, nur mit leckeren Gewürzen und frischen Kräutern zubereitet, je nach Lust, Laune und Geschmack mit besten Pflanzen-Ölen, Ahornsirup, Balsamico, einem Kräuter- oder Frucht-Essig abgeschmeckt. Fleisch ist auch dabei, am besten jeden zweiten, dritten Tag. Denn kein Mensch braucht täglich Fleisch.

Und wenn wir schon dabei sind: Essen Sie bio. Sie ersparen sich Antibiotika, Pestizide, Fungizide – mit einem Wort: Sie ersparen sich Gift. Das EU-Biosiegel erlaubt etwa 50 Zusatzstoffe, in konventionellen Lebensmitteln sind es fast 350. Das ist ein klares Argument für bio.

Sparen können Sie sich auch das so genannte „Functional Food“. Die bekanntesten Vertreter dieser Gattung sind bestimmte Joghurt-Drinks, die einen gesunden Darm versprechen. Deren Wirkung unterscheidet sich allerdings von einem deutlich preisgünstigeren Naturjoghurt nicht.

Vergessen Sie einfach alles, was Ihnen die Industrie mit großen Werbeversprechen auftischen will. Essen Sie nichts, dessen Inhaltsangabe Sie nicht verstehen.

Damit Sie nicht zu sauer werden: Eine basenbetonte Ernährung besteht mindestens aus dem doppelten Anteil basischer Lebensmittel. Ein Beispiel: Auf einen Teil Fisch oder Fleisch (100g) kommen mindestens zwei Teile Gemüse (200g) auf den Teller. Der basische Anteil darf gerne auch größer sein: zu 100g Pasta (Getreide ist sauer) können Sie gerne auch 300g Gemüse essen oder 400g, wie es Ihnen gefällt. Die Formel für eine ausgewogene Ernährung lautet also:

Sauer : basisch = 1 : 2 PLUS

Es gibt viele detaillierte Aufstellungen zum Thema saure und basische Ernährung. Mit folgender Liste bekommen Sie schnell den Überblick:

Saure Lebensmittel: Brot, Getreidegerichte, Eierspeisen, Fisch, Fleisch, Milchprodukte
Basische Lebensmittel: Gemüse, Gemüsesuppe, Gemüsesauce, Kartoffeln, Salate, Kräuter
Neutrale Lebensmittel: naturbelassene Pflanzenöle, Butter

TIPP

Schonend Kochen

Holzkohle und Sonne glühen, ein schattiges Flecken auf dem Rasen unter einem ausladenden Baum, Freunde, Familie lagern auf der Picknickdecke, der Duft der Speisen zieht durch die Luft … das ist Sommer. Keine Frage: Gegrilltes Fleisch ist eine leckere Sache. Es sei denn, Sie sind Vegetarier. Dann läuft Ihnen vielleicht das Wasser im Mund zusammen, wenn Sie an gegrilltes Gemüse denken.

Das Grillen ist in Verruf geraten als Wissenschaftler feststellten, dass dabei krebserregende Kohlenwasserstoffverbindungen entstehen. Und nun die gute Nachricht aus der Wissenschaft (die zu unserem Glück alles erforscht, was ihr unter die Finger kommt): Möglicherweise verhindern Grillgewürze wie Senf, Rosmarin, Thymian, Oregano und Salbei und auch das beliebte Bier die Aufnahme dieser schädlichen Substanzen. Man könnte auch einfacher argumentieren: Wenn Grillen tatsächlich so tödlich wäre, wie es häufig dargestellt wird, dann hätte die Menschheit längst ausgegrillt. Denn das Brutzeln über dem offenen Feuer war vermutlich die erste der vielen Kochkünste, die danach folgten. Wir haben sie alle überlebt.

Die schonendste Zubereitung von Lebensmitteln macht ein Dampfgarer möglich. So können sich die Geschmacks- und Inhaltsstoffe am besten entfalten. Die Zubereitungsart existiert seit Jahrhunderten und hat insbesondere in der fernöstlichen Küche Tradition. Heute gibt es diverse Geräte vom preisgünstigen Bambuskörbchen bis zum elektronisch gesteuerten Gerät mit automatischer Temperaturregulierung und Zeitschaltuhr. Eine Anschaffung lohnt sich auf jeden Fall.